Amerika

„Nicht Menschen machen Reisen.
Reisen machen Menschen.“

[John Steinbeck]

In New York in den Jazzclub gehen. Die Nationalparks im Südwesten der USA durchstreifen. Maya-Tempel in Mexiko und Inka-Stätten in Peru bewundern. Auf einer Insel im Titicaca-See übernachten. Über den Salar de Uyuni laufen.

Das alles geht in Amerika, dem Doppelkontinent aus Nordamerika (mit Zentralamerika) und Südamerika. Auf einer Landfläche von etwa 43 Millionen Quadratkilometern leben über 980 Millionen Menschen. In 35 Ländern. 

Wohin soll die Reise gehen?

Perito-Moreno-Gletscher in Argentinien
Argentinien
Elke

Eiskalte Schönheit

Was für eine eiskalte Schönheit: der Perito-Moreno-Gletscher im argentinischen Teil von Patagonien! Wir besuchen ihn – wie sehr sehr viele andere Reisende auch – vom knapp 80 Kilometer entfernten El Calafate aus. Der Ort selbst hat nicht besonders viel zu bieten, der Gletscher aber ist eine der größten Attraktionen Argentiniens und der meistbesuchte Ort im Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe „Los Glaciares“. 70 Meter hohe Gletscherzunge Vor den gewaltigen Ausmaßen des Gletschers – er hat eine Gesamtfläche von 254 Quadratkilometern und eine Länge von 30 Kilometern, die Gletscherzunge ist fast fünf Kilometer breit und bis zu 70 Meter über dem Wasserspiegel hoch (mehr Infos in wikipedia) – wirken die Besuchermassen zum Glück kleiner als sie sind. Wir hören zwar viele „Ahs“ und „Ohs“, viele klickende Kameras und Handys – können uns selbst aber auch nicht sattsehen an den Eismassen. Mal scheint die Sonne drauf, mal verdunkeln sich die Wolken, mal sind die Eismassen weiß und grau, mal leuchten sie hellblau und türkis. Was für ein Farbenspiel! Und was für ein ohrenbetäubender Lärm, wenn der Gletscher kalbt, ein

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Seekarte Tierra del Fuego
Argentinien
Wolfgang

Sehnsuchtsorte am Ende der Welt

„Warum – und das ist nicht nur meine spezielle Sicht – ergreift dieses abweisende, öde Land so von mir Besitz? (…) Ich kann meine Empfindungen nur schwer erklären. Aber es mag daran liegen, dass hier der Einbildung volle Freiheit gegeben ist.“ (Charles Darwin) Was Charles Darwin rückblickend auf seine Reise durch den äußersten Süden Patagoniens – und damit der Südspitze des amerikanischen Kontinents – beschrieb, wirkt noch heute so auf uns. Was wir sehen: eine wild zerklüftete Landschaft aus labyrinthisch verschlungenen Meeresarmen, kargen, unfruchtbaren Inseln und vergletscherten Bergen. Ihr hatte Magellan schon 1520 den Namen „Feuerland“ gegeben. Wer damit – wie ich in jungen Jahren – feuerspeiende Vulkane verbindet, irrt. Vielmehr hatten er und seine Begleiter beobachtet, dass die seit Jahrtausenden dort lebenden Yamana, ein Volk von Seenomaden, auf ihren Kanus stets Feuer mit sich führten. Das Bild prägte sich so ein, dass daraus die an und für sich raue und kalte Region ihren Namen erhielt: Tierro del Fuego, Land des Feuers. Unsere Kreuzfahrt mit der Ventus Australis folgt ihren Spuren ebenso wie denen von

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Blick auf den Vulkan Osorno in Chile
Chile
Elke

Von Weinbergen und Vulkanen

Es gibt eine schöne Legende über die Entstehung von Chile – und die geht so: „Als Gott die Welt erschaffen hatte, waren noch ein paar Landschaften übrig: kleine und riesige Gebirge, Hochebenen und Täler, Vulkane, Seen und Teiche, Bäche und Flüsse, Weiden, Ackerland, Wälder, Fjorde und Inseln, Bäche und reißende Flüsse, Gletscher und Eisfelder. Und Gott nahm alles, was übrig war und machte daraus ein langes und schmales Land.“ Chile. Es ist mehr als 4.500 Kilometer lang geworden und im Durchschnitt nur 180 Kilometer breit. Und überall gibt es Natur pur. Genau die wollen wir sehen, und so ist unsere erste große Reise nach der Weltreise eine sechswöchige Tour durch Chile. Im Norden, genauer gesagt in der bizarren Wüstenlandschaft rund um San Pedro de Atacama, waren wir vor zweieinhalbJahren schon. Deshalb reisen wir jetzt in den Süden. Von Santiago de Chile bis nach Patagonien und – über einen Abstecher in das argentinische Wanderparadies El Chalten – wieder zurück.

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Straßenszene Proteste in Santiago de Chile
Chile
Wolfgang

Wenn es Abend wird in Santiago

Spätnachmittag in der chilenischen Metropole: Während die fesch gekleideten Angestellten aus den Banken und Großunternehmen in die Bar gehen, um nach der Arbeit einen Pisco Sour oder ein Bier zu trinken, andere im obligatorischen Verkehrsstau auf dem Nachhauseweg stehen, rüsten sich junge Leute zum Kampf. Von überall her ziehen sie Richtung Plaza Italia, viele mit Atemmasken, das Gesicht vermummt. Sie rüsten sich für den Straßenkampf, der gleich nach Einbruch der Dunkelheit einsetzen wird. Gleichzeitig fahren immer mehr gepanzerte Polizeifahrzeuge auf und beziehen an strategischen Punkten Position. Ein düsteres Bild.

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Deutschland
Die Crew

Stürmische Heimkehr

„Sturmtief Herwart fegt über Deutschland.“ So titelte die Tagesschau – und wir waren mittendrin. Eigentlich sollte unsere Transatlantik-Passage mit der Queen Mary 2 gestern Abend in Hamburg enden, heute wollten wir schon in Berlin bei Hannah und Lissy sein. Doch das Wetter wollte es anders…

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Deutschland
Elke

Mit der Queen Mary 2 über den Atlantik

„Good afternoon ladies and gentlemen – this is your captain.“ Mit diesen Worten beginnt Christopher Wells jeden Mittag pünktlich um 12 Uhr seine offizielle Durchsage. Wir befinden uns an Bord der Queen Mary 2 auf der letzten Etappe unserer Reise um die Welt. Nun geht es „nur noch“ von New York nach Hamburg, einmal quer über den Atlantik. Neun Tage dauert diese Reise mit dem Schiff statt neun Stunden mit dem Flugzeug. Ganz bewusst haben wir uns für diese langsame Art des Reisens entschieden, denn wir wollen uns behutsam der alten Heimat und der Rückkehr in ein normales Leben nähern. Entdeckt haben wir die Schiffspassage – wie so viele Dinge auf dieser Reise – durch einen Zufall. Als wir im April dieses Jahres zum zweiten Teil unserer Weltreise aufbrechen, sehe ich im Flugzeug von Madrid nach Buenos Aires eine Anzeige. Im Bordmagazin wirbt die Reederei Cunard Lines für ihre unterschiedlichen Transatlantik-Passagen – und bietet im Oktober besonders günstige Kabinen an. Wer mich kennt, weiß, dass ich Schnäppchen liebe – und so nehme ich die Anzeige

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USA
Elke

Grüne Promenade mitten in Manhattan

New York ist nicht nur die aufregendste Stadt der Welt, sondern an einigen Stellen auch richtig grün und erholsam. Für Leserin Susanne Böck aus Nürnberg schauten wir uns bei der monatlichen Wunschaktion  den High Line Park an. „Wie ist es, durch diese grüne Ader zu laufen, während in der Mega-City das Leben tobt?“, wollte sie wissen. Den Artikel findet Ihr auf der online-Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung und in der Printausgabe von diesem Wochenende. Bilder gibt es auch schon hier: Danke fürs Mitmachen! Durch die Wunschaktion habe ich viele interessante Menschen kennengelernt, neue Dinge ausprobiert und spannende Einblicke bekommen. Danke an alle, die mitgemacht haben. Und danke an Gudrun Bayer und Matthias Niese von der Reiseredaktion.

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USA
Wolfgang

New York, New York!

Der nette Taxifahrer muss ihn suchen, den kleinen, etwas versteckt liegenden Jazzclub in Harlem, wo wir uns mit Monika verabredet haben. Monika kommt aus Duisburg, lebt aber schon seit einigen Jahren in Harlem, New York City, und hat dort eine hübsche kleine Wohnung, in der wir für eine Woche ein Zimmer beziehen. So kommt es, dass wir im Norden Manhattans wohnen, jenseits der 96th Street, einer Straße, die in den 80ern noch eine klare Grenze zwischen weiß und schwarz darstellte und die Gentrifizierung noch nicht im vollen Gange war. Der Norden Manhattans war seinerzeit „no go area“. Heute ist Harlem bunt, an den Ufern des Hudson sind die teureren Wohnlagen, auf den Hügeln hingegen wohnen „Hispanics“ und, im Bezirk um die 125th Street, die „Schwarzen“. Jazz in Harlem Als wir den Veterans Club betreten, fängt uns gleich die besondere Atmosphäre ein. An den Wänden hängen Photos von würdig dreinblickenden älteren Herren mit Militärkäppi, also eben den Kriegsveteranen, denen dieser Club gewidmet ist. Als die Band, deren Zusammensetzung im Laufe des Abends mehrfach wechselt, loslegt, hören

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USA
Elke

Ein Zimmer in Harlem

Mitten im quirligen und multikulturellen Harlem lag unsere Unterkunft in New York. Ein sehr schönes Zimmer in einer gemütlichen Wohnung – bei einer deutschen Gastgeberin. Monika stammt ursprünglich aus dem Ruhrgebiet, aber vor ein paar Jahren kam sie nach New York, verliebte sich in die Stadt und ist geblieben. Ihr schöne Zwei-Zimmer-Wohnung teilt sie sich seitdem gerne mit Gästen aus aller Welt.

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USA
Elke

Im Rausch der Formen und Farben

Zuerst begeistert uns noch die ungewohnte Weite der Landschaft: Fast jede Straße auf unserem Roadtrip durch den Südwesten der USA führt kilometerlang geradeaus, nur selten kommt uns ein Auto entgegen, rechts und links sehen wir nichts außer Gras, Steppe und manchmal einem Busch. Doch dann fahren wir in die Nationalparks – und mit ihnen setzt ein Rausch der Formen und Farben ein: Dinosaur Nationalpark Nach dem Yellowstone und Grand Teton Nationalpark landen wir eher zufällig im wenig bekannten Dinosaur Nationalpark in Utah. Hier schauen wir uns im Museum die 149 Millionen Jahre alten Dinosaurier-Fossilien an, wandern auf dem Sound of Silence Trail, bewundern die Petroglyphen im roten Fels und zelten auf der wunderschönen Green River Campsite. Arches Nationalpark Nächste Station ist der Arches Nationalpark bei Moab in Utah. Schon als wir morgens zum Parkeingang fahren, wissen wir, dass wir hier nicht allein sein werden. Ein Auto reiht sich an das andere! Trotzdem machen wir auch hier wieder Wanderungen und sehen wunderbare Natur: hochaufragende Felsen in bizarren Formationen, jahrtausendealte Petroglyphen und natürlich die berühmten Bögen und Brücken aus rotem Fels, die dem Park seinen Namen

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USA
Elke

Eine Stadt zum Auswandern?

Kunst und Künstler. Auf Schritt sind sie präsent in Santa Fe, der Hauptstadt New Mexikos im Südwesten der USA. Auf unserem Roadtrip durch die Vereinigten Staaten machen wir hier Station, und ich erkunde für Heike Hofmann bei der monatlichen Wunschaktion das besondere Flair dieser Stadt. Denn hierhin ist die  Schweizer Bestsellerautorin Milena Moser ausgewandert und hat darüber zwei Bücher geschrieben. Wäre das auch was für uns? Verliebt in ein Haus Den Artikel findet Ihr auf der online-Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung und in der Printausgabe von diesem Wochenende. Die beiden Bücher „Das Glück sieht immer anders aus“ und „Hinter diesen blauen Bergen“ finde ich übrigens richtig gut. Aber selbst in einer Casita in Santa Fe zu leben, können wir uns gar nicht vorstellen – obwohl es viele schöne Ecken gibt: Ein Wunsch für New York? Die letzte große Station unserer Weltreise ist New York im Oktober. Habt Ihr einen Wunsch, den ich dort erfüllen kann? Oder ein besonderes Thema, über das ich berichten soll? Da wir danach zurück nach Deutschland fahren, könnte ich auch was mitbringen… Also: Macht

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USA
Elke

Be bear aware!

Ganz am Ende sehen wir tatsächlich noch einen: Im Grand-Teton-Nationalpark, auf einer kleinen Nebenstrecke, tappt zwei Autos vor uns ein Braunbär ganz gemütlich über die Straße. Schon seit vier Tagen werden wir dauernd vor ihm und anderen Bären gewarnt, denn wir wandern und zelten im Yellowstone- und im Grand-Teton-Nationalpark – und beide sind bear country. Doch zurück zum Anfang: Vor fünf Tagen haben wir am Flughafen von Seattle unseren Mietwagen abgeholt. Dank unseres hervorragenden Reiselotsen Herbert Bröckel ist es ein ziemlich großes Auto – ein Hyundai Santa Fe – für einen ziemlich guten Preis und ohne Einweggebühr. Unser fünf-wöchiger Roadtrip von Seattle durch die Nationalparks im Nord- und Südwesten der USA bis hinunter nach San Francisco kann also beginnen. Großeinkauf fürs Campen Erster Stopp ist ein großer Walmart in der Nähe des Flughafens. Nach eineinhalb Stunden haben wir ein Zelt, eine Luftmatratze, Kopfkissen und Bettdecken, Campingstühle und -tisch, Propanflaschen und Kocher, Töpfe, Geschirr und Besteck, eine Kühlbox und viel Kleinkram gekauft. Knapp dreihundert Dollar geben wir dafür aus, so viel kosten hier schon zwei Nächte in einem

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USA
Elke

Obdachlos in Seattle

Wer im Internet nach Reisetipps für Seattle sucht, stößt sofort auf einen Filmtitel: „Schlaflos in Seattle“, eine Romanze mit Meg Ryan und Tom Hanks aus dem Jahr 1993. Natürlich habe auch ich den Film damals im Kino gesehen und hinterher Reisepläne für die USA geschmiedet. Viel Zeit ist seitdem vergangen, doch gestern sind wir in Seattle angekommen. Für mich ist es die erste Reise in die Vereinigten Staaten, Wolfgang dagegen war schon ziemlich oft hier – einmal auch in Seattle. Für ihn ist es deshalb nichts Neues, für mich schon: Überall in der Innenstadt gibt es Obdachlose. Männer und Frauen, Alte und Junge, Schwarze und Weiße. Obdachlos im reichen Land Schon morgens sehen wir sie in den kleinen Zwischenräumen der großen Einkaufsstraßen. Sie liegen noch schlafend im Eingangsbereich eines Parkhauses. Sie sitzen mit einer Gitarre auf den Stühlen eines Cafés, das noch nicht geöffnet hat. Sie stehen bettelnd an einer Ampel. Im Lauf des Tages fallen uns auch etliche Polizisten auf, die immer in Zweierteams mit dem Fahrrad in der Innenstadt unterwegs sind und Menschen

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Kanada
Wolfgang

Elisa und Roy,
Hornby Island

25. August. Wehmütiger Abschied von Hornby Island, vor allem von Elisa und Roy, unseren großzügigen Gastgebern. Wir sitzen im IslandLinkBus nach Victoria, der Hauptstadt von British Columbia, etwa 200 Kilometer weiter südlich. Gerade entdecke ich den aktuellen Farewell-Facebook-Post von Elisa, die uns erst vor einer Stunde über Denman Island an die Fähre nach Buckley Bay gefahren hatte. Wir sind wieder on the road. Zwei schöne, abwechslungsreiche Wochen auf Hornby sind vorbei. Zwei Wochen, in denen wir nicht nur die wunderschöne kleine Insel erkundeten, sondern auch so etwas wie kanadisches Landleben erleben konnten. Einfach und gut. Couchsurfen Rückblick: Ohne unsere Tochter Lisa wären wir nie nach Hornby Island gekommen. Sie war gegen Ende ihrer fünfmonatigen Work & Travel-Kanadareise als Couchsurferin unterwegs und bei Elisa und Roy die erste, die das dort machte. Sie war zwar nur drei Tage dort – aber so begeistert von den beiden, dass sie uns aufgetragen hat: „Da müsst ihr hin, die müsst ihr kennen lernen“. Elisa ihrerseits erzählt die Geschichte so, dass sie von Lisa so angetan war, dass sie auch den Papa

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Kanada
Elke

Ein Inselsommer voller Musik

Ob Bardentreffen oder Klassik open air: In Nürnberg ist im Sommer richtig viel gute Musik geboten, und wir haben natürlich immer die unterschiedlichsten Konzerte besucht. Deshalb haben wir auch aus der Ferne mitverfolgt, was in diesem Jahr auf dem Programm stand – und hätten uns manchmal ganz gerne hingebeamt. Auf Denman- und Hornby Island hatten wir nun unseren ganz eigenen Inselsommer voller Musik. Von Mozart und Beethoven bis zu Reggae, wunderschön – und gut gegen den Reiseblues, der bei einer so langen Reise auch mal auftaucht. Mozart auf Denman Island Das erste Konzert entdeckten wir ganz zufällig. Wir verbrachten in unserem Camper Van eine Nacht auf Denman Island, mussten noch eine Kleinigkeit einkaufen – und dabei sahen wir den Aushang, dass am gleichen Abend ein Konzert ist. Mozart im Rahmen des Kaimerata Concerts Festivals. Wir hörten das Streichquartett in C-Dur K.465 und das Klavierquartett in Es-Dur K.493. Und nach dem Motto the more you know, the more you love gab es am Anfang eine kurze und sehr lockere Einführung in das Werk. Mit Hörbeispielen und kleinen Anekdoten. Warum machen wir das eigentlich

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Kanada
Elke

Unterwegs in „downtown“ Vancouver

Vor vier Jahren hat der 25- jährige Student Thorsten Müller aus Bad Windsheim ein Praktikum in Vancouver gemacht. Nun bat er bei der monatlichen Wunschaktion, die ich für die Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung mache, um einen Besuch bei seinem ehemaligen Team inklusive Bild. Auf den Spuren eines Praktikums Den Artikel über meinen Besuch im Business-District von Vancouver findet Ihr auf der online-Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung und in der Printausgabe von diesem Wochenende. Ein bisschen hat mich das Büro an meine Zeiten bei Rödl & Partner in Nürnberg erinnert, wie anders mein Leben inzwischen doch ist… Hier das gewünschte Team-Bild und ein paar weitere Schnappschüsse von „downtown“ Vancouver: Ein Wunsch für den Südwesten der USA? In knapp zehn Tagen fahren wir dann mit der Fähre vom kanadischen Victoria ins US-amerikanische Seattle. Und von dort geht es für fünf Wochen in den Südwesten der USA: Nationalparks pur. Habt Ihr einen Wunsch, den ich hier erfüllen kann? Oder ein besonderes Thema, über das ich berichten soll? Dann macht doch bitte mit und schickt Eure Wünsche bis zum 28. August

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Kanada
Die Crew

Drei Fähren ins Glück

BC Ferries. Dieses Kürzel, das für die Fährgesellschaft im kanadischen British Columbia steht, begleitet uns ständig auf unserem Trip auf Vancouver Island. Denn unser kurzes Familientreffen mit Lisa Maria, die fünf Monate work and travel in Kanada gemacht hat, steht ganz im Zeichen von Fährfahrten. Lissy (wie wir sie gerne nennen) zeigt uns in der einen Woche des Wiedersehens ihre schönsten Plätze auf der großen Insel. Und das sind lauter kleine vorgelagerte Inseln, eine schöner als die andere. Inselglück im Westen von Kanada. Um stilechte kanadische Ferien zu verbringen, haben wir schon Wochen vorher bei BC campervan rentals einen kleinen Bus mit Dachzelt gebucht. Wir übernehmen ihn am Vormittag in Vancouver und setzen damit von der Horseshoe Bay nach Nanaimo auf Vancouver Island über – Fähre 1. Wiedersehen auf Vancouver Island Nach eineinhalb Stunden Überfahrt können wir hier endlich Lissy in die Arme schließen und machen uns gleich auf zum nächstgelegenen Campground. Er ist recht dunkel, denn er liegt im Wald, und wir müssen uns erstmal mit der ganzen Camping-Ausrüstung vertraut machen. Aber es gibt einen Zugang

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Kanada
Elke

Don Pedro und sein Leben für den Kaffee

Schafft unser Fair-Trade-Engagement für die Kaffeebauern in Mexiko gute Lebensbedingungen? Diese Frage stellte Gudrun Krause bei der monatlichen Wunschaktion, die ich für die Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung mache. Ein Leben vom und für den Kaffee Im mexikanischen San Cristobal de las Casas habe ich darüber mit dem Kaffeebauern Pedro Gomez gesprochen. Den Artikel findet Ihr auf der online-Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung und in der Printausgabe von diesem Wochenende. Ein Wunsch für Kanada? Am Montag fliegen wir weiter nach Vancouver und treffen dort Lissy, die ein halbes Jahr work and travel in Kanada gemacht hat. Wir haben uns sicher viel zu erzählen. Aber natürlich erfülle ich dort auch wieder gerne einen Wunsch oder berichte für Euch über ein bestimmtes Thema. Macht doch bitte mit und schickt Eure Wünsche bis zum 2. August direkt an magazinaktion@pressenetz.de

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Mexiko
Wolfgang

Was für ein Paar!

Obwohl sie ein höchst spannendes und abenteuerliches Leben in Chiapas/Mexiko geführt haben, sind beide bei uns wohl weitgehend unbekannt: Frans Blom, dänischer Archäologe und Trudy Duby-Blom, Photographin und Umweltschützerin aus der Schweiz. Wir sind auf sie gestoßen, als wir das Museum Na Bolom in San Christobal de las Casas besucht haben. Ein Ort, an dem viele Geschichten erzählt werden: über die Lacandonen-Indianer, einen kleinen, fast verschwundenen Stamm aus dem Grenzgebiet zwischen Chiapas und Guatemala, über die Entdeckungsgeschichte der Maya-Ruinen im tiefen Urwald dieser Region, über das stattliche Anwesen selbst (das früher ein Kloster war), vor allem aber über dessen einstigen Bewohner. Ein Leben für die Ureinwohner Gertrude Duby aus dem Berner Oberland hatte sich schon früh politisch und publizistisch engagiert, war in der deutschen Widerstandsbewegung gegen Hitler aktiv und war deshalb sogar kurze Zeit in einem Lager interniert. 1940 konnte sie aber nach Mexiko fliehen, wo sie sich zunächst als Sozialarbeiterin engagierte. Doch erst als sie 1948 auf den dänischen Archäologen Frans Blom traf, der den Urwald von Chiapas nach Maya-Ruinen durchstreifte, fand sie ihre

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Mexiko
Elke

Der Schreiber, das Huhn und die Kirche

Was bleibt hängen von einer Reise? An was erinnern wir uns auch noch nach Jahren? Was vergessen wir dagegen schnell? Diese Fragen stellen wir uns immer öfter, sind wir doch inzwischen seit fast 16 Monaten in der Welt unterwegs – und schon jetzt können wir die vielen Eindrücke gar nicht mehr verarbeiten. Deshalb fand ich es besonders interessant, in Mexiko an einen Ort zurückzukehren, an dem ich vor 27 Jahren schon einmal war: San Cristobal de las Casas. Und ich erinnerte mich an drei Dinge sehr intensiv: den Schreiber, das Huhn und die Kirche. Doch zunächst zu der Reise an sich. Damals war ich 21 und nach der Zwischenprüfung an der Uni mit meiner Reisefreundin Gracia unterwegs in Mexiko und Guatemala. Für mich war es damals der erste Flug überhaupt, vorher hatte ich vier Wochen in der Fabrik gearbeitet, um mir das Ticket leisten zu können. Und während ich das so schreibe, komme ich mir ein ganz klein wenig aus der Zeit gefallen vor. Wer kann sich heute noch vorstellen, im Erwachsenenalter das erste Mal zu fliegen? Auch die übrigen Reisebedingungen klingen so

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Mexiko
Elke

Verblichene Schönheiten

Tortillas, Tequila und Haciendas – das sind drei Schlagworte, die uns wohl allen einfallen, wenn wir an Mexiko denken. Vor Ort „überprüfen“ wir gerade die Klischees mit folgendem Ergebnis: Tortillas essen wir fast jeden Abend, statt Tequila trinken wir lieber cerveza, und die eine oder andere Hacienda ist tatsächlich einen Besuch wert. Rund um Merida gibt es so viele ehemalige Sisalplantagen, dass es sogar eine „Route der Haciendas“ gibt. Mit unserem Mietwagen, den wir uns hier mal wieder gegönnt haben, steuern wir einige der ehemaligen Landgüter an. Manche sind verfallen, und der Zutritt ist verboten. Andere sind zu Luxushotels umgebaut worden, und der Zutritt ist nur für Übernachtungsgäste gestattet… Morbider Charme Zum Glück hat unser Vermieter Neil uns einen Tipp gegeben, welche Hacienda wir unkompliziert besuchen können: Die Hacienda Ochil, die knapp 50 Kilometer südlich von Merida liegt. Und sie ist ein echtes Kleinod voller morbidem Charme. Ein Paradies für eine Fotosession: Und ganz in der Nähe ist auch noch die Cenote Kankirixche, eine natürliche „Schwimmhöhle“, in der wir uns eine kleine Abkühlung gönnen:

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Mexiko
Elke

Heißer Einstieg in Merida

Laut Reiseführer und Wetter-App ist gerade Regenzeit im Süden von Mexiko. Doch bis auf einen kurzen Schauer, der jeden Tag ganz pünktlich um 17 Uhr einsetzt, merken wir davon gar nichts. In Merida – unserem ersten Stop in Yucatan – ist es schon morgens um zehn Uhr richtig heiß. Und im Lauf des Tages steigt das  Thermometer auf tropisch heiße und schwüle 42 Grad an. Gar nicht so leicht, sich bei dieser Hitze die Stadt anzuschauen oder gar die berühmten Maya-Ruinen in der Nähe… Zum Glück gibt es Pola, den Eisladen einer jungen Frau aus Polen, die seit einigen Jahren in Merida lebt. Hier könnte offenbar nicht nur ich für ein Eis sterben: Ansonsten gehen wir die Tage hier ziemlich langsam an. Wir genießen unsere kleine Wohnung in der Innenstadt, die ziemlich schnuckelig ist – aber sehr rosa, und nicht gerade winddurchflutet. An den Nachmittagen lassen wir uns ganz ohne Plan einfach durch die Straßen rund um die Plaza treiben: Und so richtig zum Leben erwacht die Stadt eh erst am Abend. Bei immer noch 25 Grad lässt es sich dann ganz gut aushalten,

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Argentinien
Wolfgang

„Die offenen Adern Lateinamerikas“ von Eduardo Galeano

Ob ich „den Galeano“ kenne? Auf unseren Reisen durch Argentinien, Chile, Bolivien und Peru wurde ich zum wiederholten Male auf dieses Buch angesprochen, vor allem von jungen Leuten. Tenor: Eine Art „Bibel der Unterdrückten“ und Pflichtlektüre, wenn ich mehr über die historischen und politischen Zusammenhänge Lateinamerikas erfahren wolle. Und mehr über die Ursachen der andauernden ökonomischen und politischen Krisen der Länder dort, über deren jahrhundertelange systematische Ausbeutung und Abhängigkeiten vom Weltmarkt, insbesondere im Zeichen des „Freihandels“. Zwar schon 1971 veröffentlicht, aber immer noch hochaktuell. Geschichtsschreibung mit Leidenschaft Tatsächlich hatte ich „den Galeano“ schon kurz nach seinem Erscheinen verschlungen, vermutlich 1974/75, also während meines Studiums der Geschichte. Ich hatte ihn in mehreren Nächten gelesen und war begeistert: von der Klarheit und Leidenschaftlichkeit, mit der der aus Uruguay stammende Autor die Geschichte Lateinamerikas von der Unterwerfung und Kolonisation durch die Spanier und Portugiesen bis zu den Militärdiktaturen des 20. Jahrhunderts und deren westliche Helfer (allen voran die USA)  in einem großen Wurf dargestellt hat. Dies ganz bewusst nicht aus der Sicht „der Sieger“, sondern aus der Perspektive der

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Bolivien
Elke

Nahaufnahme:
Indigene Frauen in Bolivien und Peru

Knapp sieben Wochen waren wir nun in Bolivien und Peru unterwegs. Wir sind durch die Anden gefahren; haben uns Machu Picchu, den Titicaca-See und die Nasca-Linien in Peru und den Salar de Uyuni in Bolivien angeschaut; haben das Stadtleben in Sucre, La Paz, Cusco, Arequipa und Lima erkundet – und haben überall indigene Frauen in ihren bunten und sehr besonderen Trachten gesehen. Bolivien und Peru sind die beiden Länder Südamerikas mit dem höchsten Anteil indigener Bevölkerung. Allein in Bolivien leben 37 anerkannte indigene Völker – und leider sind sie meist auch der ärmste Teil der Bevölkerung. Vor allem die Frauen sind deshalb in den Touristenzentren unterwegs und bieten bunte Mützen, warme Schals und kleines Spielzeug an – oder haben ein Alpaka dabei, um sich gegen Geld mit Tier und Tourist fotografieren zu lassen. Ich fühle mich unwohl bei dieser Aktion und zahle auch nur einmal für das „klassische“ Frau-mit-Alpaka-Bild. Bunte Pracht Gleichzeitig fasziniert mich die Kleidung der Frauen und der Stolz, mit der sie ihre Tracht tragen. Sie besteht aus vielen Schichten von Röcken – bis zu zehn Unterröcke und

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Mexiko
Elke

Geheimnisvolle Linien in der Wüste

Vielleicht habt Ihr es ja am Wochenende schon in der Zeitung gelesen: Für die Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung habe ich auch in Peru wieder einen Leserwunsch erfüllt. Lohnt sich der Flug? Annette Bausewein, die im August mit ihrem Mann für zwei Wochen nach Peru reist, wollte wissen „Lohnt sich der Flug über dieses Wüstengebiet oder kann man auch von den Aussichtstürmen die Figuren erkennen?“ Das Ergebnis findet Ihr auf der online-Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung. Und hier gibt es schon mal eine kleine Diashow vom Flug über die Linien und vom Besuch einer anderen archäologischen Stätte in der Nähe von Nasca: Neue Wünsche sind gefragt Gestern sind wir übrigens in Mexiko angekommen und bereisen hier einen Monat lang Yucatan und Chiapas. Auch hier erfülle ich gerne wieder einen Wunsch oder berichte für Euch über ein bestimmtes Thema. Bitte schickt Eure Ideen bis zum 2. Juli direkt an magazinaktion@pressenetz.de

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Peru
Elke

Goldene Masken und erotische Figuren

Die Familiengeschichte liest sich wie ein Roman von Gabriel García Marquez oder – weil wir in Peru sind – von Mario Vargas Llosa. Ein 25-Jähriger beschließt, Kunst zu sammeln, trägt im Laufe seines Lebens mehr als 45.000 Stücke zusammen und stellt sie in einem wunderschönen privaten Museum in Lima aus. Wir waren gestern dort zu Besuch und sind immer noch begeistert vom Museum Larco in Lima. Fast eine Dreiviertelstunde dauert unsere Fahrt mit dem Taxi aus der Innenstadt zum „Museo Arqueológico Rafael Larco Herrera“. So bekommen wir gleich einiges vom Leben in der peruanischen Hauptstadt mit. Von den völlig überlasteten Straßen, von einem Großbrand im Zentrum der Stadt, von den Straßen in den besseren Vierteln, in denen die Mittelklasse wohnt. Und dann kommen wir vor einem großen weißen Gebäude an, das über und über mit roten, pinken und orangen Bougainvilleas bewachsen ist. Wir treten durch das schmiedeeiserne und sehr gut bewachte Tor ein und befinden uns in einer Oase der Ruhe und der Schönheit in dieser Neun-Millionen-Metropole. Stilvolles Cafe Das Haus ist schön, der Garten ebenso – und natürlich auch das Museumscafe.

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Peru
Elke

„Titicaca Lodge Peru“ auf den Islas Flotantes

Eigentlich wollte ich gar nicht mehr hier hin: An den Titicaca-See, der auf 3.812 Metern liegt und der höchste schiffbare See der Welt ist. Warum? Nun, wir sind schon seit fast vier Wochen im Andenhochland unterwegs, haben uns von 2.400 Metern in San Pedro de Atacama auf 3.400 Meter in Cusco hoch gearbeitet – und natürlich ist es hier nachts empfindlich kalt. Am Titicacasee fällt das Thermometer schnell mal auf Minus 15 Grad. Das macht mich langsam aber sicher ein wenig höhenmüde. Doch Wolfgang hat mich überzeugt, und ich habe im Ausgleich die „Titicaca Lodge Peru“ gebucht, eine ganz besondere Unterkunft auf den Uros-Inseln, die für Weltreisende eigentlich etwas zu teuer ist… Morgens um sechs kommt unser Nachtbus aus Cusco in Puno am Titicacasee an. Wir haben acht Stunden Fahrt hinter uns, konnten im Bus sogar ganz gut schlafen  – und sind nun ein wenig gespannt, wie es weitergeht. Kommt uns Julio, der Besitzer der „Titicaca Lodge Peru“ wirklich morgens um halb sieben abholen? Schließlich muss er von einer der Islas Flotantes, auf denen das Volk der Uros noch heute lebt, erst einmal

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Peru
Wolfgang

Auf den Spuren der Inkas

Cusco im Süden Perus. Wir sehen die Silhouette einer schönen, fast mediterran anmutenden Stadt, erbaut im spanischen Kolonialstil. Überall macht- und prachtvolle barocke Kirchen, allen voran die riesige Kathedrale an der Plaza de Armas. Darum das Häusermeer mit den typischen Atriumhäusern. In den Straßen quirliges Leben. Nahezu nichts erinnert baulich daran, dass dies einstmals die Hauptstadt des riesigen Inkareiches war und für die damaligen Menschen der Mittelpunkt der Welt. Die goldgierigen Spanier eroberten Anfang des 16. Jahrhunderts im Auftrag der Krone und im Zeichen des Kreuzes nahezu im Handumdrehen das Inkareich. Sie raubten, mordeten oder versklavten die Einwohner und löschten bewusst alles aus, was diese erschaffen hatten. Nichts sollte mehr an die Inkas, ihre Kulturleistungen und ihren Glauben erinnern. Bittere Ironie der Geschichte: Es waren die Inkas selbst, die etwa 300 Jahre lang andere Völker wie die Nasca, die Mochica und die Huari unterworfen und jegliche Erinnerung an deren hochstehende Kulturen unterdrückt hatten. Die Sieger schreiben ihre Geschichte eben stets aus ihrer Perspektive. Peru und sein reiches Erbe Doch beiden Eroberern, weder den Inkas noch

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Bolivien
Die Crew

Hoch hinaus in Bolivien

Es ist ziemlich verwirrend: Die eine ist Hauptstadt, die andere Regierungssitz – und keine von beiden ist die größte Stadt des Landes. Die Rede ist von Sucre, La Paz und Santa Cruz in Bolivien. Wir haben in den knapp zwei Wochen, in denen wir den Andenstaat bereist haben, die Hauptstadt Sucre und den Regierungssitz La Paz besucht. Und natürlich Uyuni mit dem berühmten Salar. Alle drei Stationen liegen auf  2.800 bis 4.100 Metern über dem Meeresspiegel! Über den Salar de Uyuni hat Wolfgang schon berichtet. Von dort sind wir mit dem Bus in knapp acht Stunden über Potosi nach Sucre gefahren. Der Bus ist alt und klapprig, die Fahrgäste sind vor allem Einheimische: Minenarbeiter, die von Uyuni nach Potosi fahren. Frauen in traditioneller Tracht, die mit einem Korb voller Eier einsteigen und zum Markt wollen. Kinder, die sich freuen, dass endlich Wochenende ist. Entspannen in Sucre Nachmittags um vier Uhr kommen wir in der Hauptstadt Sucre an, die auf knapp 2.800 Metern auf einer Hochebene der Anden liegt und als die schönste Stadt Boliviens gilt. Wir ziehen in unsere

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Bolivien
Wolfgang

Das weiße Meer: Der Salar de Uyuni

Mit mehr als 10.000 Quadratkilometern ist er der größte Salzsee der Welt. Und, da er auf einer Höhe von 3.650 Metern liegt, auch der höchstgelegene. Vor circa 10.000 Jahren ist hier ein See ausgetrocknet, der keinen Abfluss hatte. Zurück blieb eine Salzpfanne, deren Kruste bis zu 220 Meter dick ist. Dem nächstgelegenen Uyuni, einer staubige Wüstenstadt im bolivianischen Hochland, verdankt er seinen Namen: Salar de Uyuni. Mit Salzabbau verdienen Menschen hier ihr Einkommen. Zudem beherbergt der Salar de Uyuni eines der weltweit größten Lithiumvorkommen, ein äußerst begehrter und deshalb wertvoller Rohstoff. Soweit die nüchternen geographischen und geologischen Angaben. Gleißendes Licht Wir stehen inmitten dieser Salzwüste. Die Luft ist trocken, der Himmel blauweiß. Das Licht hier ist so gleißend, dass man ohne Sonnenbrille die Augen kaum aufmachen kann. Um uns herum schier unendliche Weiten. Man könnte meinen, auf einem anderen Planeten gelandet zu sein. So surreal, so unwirtlich und, ja, außerirdisch ist diese Landschaft im Südwesten Boliviens. Fast alles, was unseren Sinne vertraut ist, kommt hier nicht vor. Stattdessen ein Meer, weiß wie Schnee, das irgendwo

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Chile
Elke

Atemberaubende Atacamawüste

Atemberaubend in vielerlei Hinsicht ist unsere Woche in der Atacamawüste im Norden von Chile: Zunächst ist da die Landschaft, die weit und malerisch und atemberaubend schön ist. Dann ist da die Luft, die ziemlich dünn ist und mir wortwörtlich bisweilen den Atem raubt. Und schließlich gibt es in der trockensten Wüste der Welt noch ein ganz besonderes Erlebnis für uns: Einen Regentag, der uns am nächsten Morgen einen Blick auf schneebedeckte Vulkane beschert. „Für mich ist die Wüste wie ein Lehrbuch, in dem man in die Erdgeschichte zurückblicken kann.“ (Michael Martin) Traveller-Treff San Pedro de Atacama Treffpunkt für Reisende in der Atacamawüste ist San Pedro de Atacama, eine kleine und sehr beliebte Oasenstadt mitten in der Wüste, die auf 2.438 Metern (!) über dem Meeresspiegel liegt. Alle Häuser des Orts sind im traditionellem Stil aus Lehmziegeln erbaut und reihen sich rund um die Plaza de Armas und die Hauptstraße Caracoles. Hier gibt es jede Menge Cafés und Restaurants, ein paar kleine Läden und vor allem unglaublich viele Agenturen, die Ausflüge in die Umgebung anbieten. Auch wir haben etliche Touren gebucht und dabei richtig viele Fotos geschossen. Eine kleine Auswahl zeigen

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Chile
Wolfgang

Alexander von Humboldt
und die Entdeckung der Natur

Vor uns die Wüste, am nahen Horizont die schneebedeckten Andengipfel. Diese zauberhafte Landschaft hätte Alexander von Humboldt auch fasziniert. Er war zwar nie in der Atacama-Wüste – wo wir gerade sind -, aber er hatte auf seiner berühmten Südamerikareise Andengipfel bestiegen, Regenwälder durchquert und war von der üppigen Flora und Fauna ebenso begeistert wie von kargen Steppen- und Wüstenlandschaften, die wir hier im Norden Chiles vorfinden. Besonders schlugen ihn Vulkane und Geysire in seinen Bann – auch die erleben wir hier geradezu hautnah. Alles hat er systematisch erforscht, aber im Gegensatz zu anderen Naturforschern war Humboldt nicht darauf aus, Objekte zu sammeln und in Kategorien zu stecken. Vielmehr interessierten ihn die großen Zusammenhänge in der Natur und zwischen Kosmos, Natur und Mensch. Humboldt neu zu entdecken und seinen modernen Blick auf die Natur zu begreifen, ist das Verdienst der großartigen Humboldt-Biographie von Andrea Wulf. Seit ich sie gelesen habe, sehe auch ich die Natur mit etwas anderen Augen. Aguas Calientes mit Blick auf die Anden Eine neue Sicht auf Humboldt Ein ganz Großer der Forschung,

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Chile
Elke

Kunst und Kultur vor Kolumbus

Als er kommt, sind sie schon lange da. Er ist Christoph Kolumbus, genuesischer Seefahrer, der im 15. Jahrhundert im Dienste Spaniens unterwegs ist und 1492 Amerika „entdeckt“. Sie sind die Mapuche, die Ureinwohner des Südens von Chile und Argentiniens, die sich selbst „Menschen der Erde“ nennen und seit jeher in Einklang mit der Natur leben. Wir wollten mehr über sie – und auch über die Kunst und Kultur anderer indigener Völker vor der Entdeckung durch die Europäer – erfahren und besuchten heute das Museo Chileno de Arte Precolombino in Santiago de Chile. Es hat sich gelohnt. Friedlicher Gott Am Eingang begrüßt uns eine Steinskulptur, die zur San-Agustín-Kultur im heutigen Südkolumbien zählt. Die Figur ist knapp einen Meter hoch, stammt aus der Zeit um das Jahr 500 nach Christus und zeigt eine friedliche Götterfigur, die einen freundlich in den Museumsräumen empfängt. Musikalischer Krieger Gleich daneben sehen wir in der Vitrine einen bewaffneten Krieger (rechte Figur). Er ist knapp 20 Zentimeter hoch und wird der ecuadorianischen Jama-Coaque-Kultur zugeschrieben, die von 600 vor bis 400 nach Christus dauerte. Begleitet wird er von einem Musiker mit Flöte –  beide Figuren sind in vielen amerikanischen Kulturen

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Chile
Elke

Kreative Szene und bewegte Geschichte: Valparaíso

Vom ersten Augenblick an sind wir  begeistert von Valparaíso.  Obwohl wir bei unserer Ankunft vor drei Tagen – nach einer neunstündigen Busfahrt über die Anden – ziemlich erschöpft waren. Und obwohl wir von strömendem Regen begrüßt wurden. Doch unser kleines Bed and Breakfast in der chilenischen Hafenstadt ist richtig schnuckelig und liegt im schönsten Stadtteil der chilenischen Hafenstadt: Auf dem „Cerro Alegre“, einem der 42 Hügel der Altstadt, die seit 2003 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Enge Gassen und steile Stufen, farbenfrohe Häuser und kreative Streetart, kleine Hotels und gemütliche Cafés, tolle Blicke auf Hafen und Meer – an klaren Tagen sogar auf den Aconcagua, den höchsten Berg Amerikas – das alles macht das besondere Flair dieser Stadt aus, die schon viele Künstler und Intellektuelle in ihren Bann gezogen hat. Bunte Häuser und Treppen im „Cerro Alegre“: Verschachtelte Altstadt Am ersten Morgen nach unserer Ankunft haben wir schönes Wetter und lassen uns durch die verwinkelten Gassen in unserem Viertel treiben. Wir laufen bergauf und bergab, biegen um viele Kurven und Ecken – und hinter jeder wartet eine neue Überraschung: ein wunderbar restauriertes Haus, ein atemberaubender Blick, eine hippe Galerie oder eine cool bemalte Wand. Und manchmal stehen wir plötzlich vor

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Chile
Die Crew

„Puerta Escondida“ in Valparaiso

Sehr wohlgefühlt haben wir uns im „Puerta Escondida“ in Valparaiso. Das kleine Bed and Breakfast ist gemütlich und geschmackvoll eingerichtet und liegt mitten in Cerro Alegre, unserem Lieblings-Stadtteil von Valparaiso. Holz und Farbe sorgen für Gemütlichkeit Dunkle Holzböden und schöne Möbel im Zimmer, farbige Wände und kunstvolle Drucke im Flur, verspielte Tapeten und kleine Tische im Frühstücksraum, ein Korbsessel und Büchertauschregal im Leseraum: Das alles macht die kleine Pension zu einem wirklichen Wohlfühlort. Hinzu kommen die funktionierende Heizung im Zimmer, das Badezimmer mit heißem Wasser, ein gutes Frühstück und eine aufmerksame junge Crew. Beliebte Ecke von Valparaiso Gleich um die Ecke des „Puerta Escondida“ gibt es schöne Cafés, gute Restaurants, kleine Läden, bunte Streetart und alte Standseilbahnen, mit denen wir in die Unterstadt gefahren sind. Von hier aus lässt sich die Stadt also bestens erkunden – und Valparaiso ist auf jeden Fall eine Reise wert.

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Argentinien
Elke

„Apassionata-Tango“ in Buenos Aires

Argentinischen Tango und deutschen Service – beides zusammen findet man im Hotel „Apassionata-Tango“ in der Calle Pasco 272 in Buenos Aires. Wir haben dort zwar nicht selbst übernachtet, aber für die Wunschaktion der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung habe ich mir das Hotel angeschaut. Ein Leser-Paar hatte sich einen Tipp für ein nettes kleines, deutschsprachiges Hotel in der Nähe von traditionellen Tangobars gewünscht. Mehr erfahrt Ihr auf der online-Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung.

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Argentinien
Elke

Kunst ist politisch

Ob an der Straßenecke oder im Museum: Kunst in Buenos Aires ist ziemlich oft ziemlich politisch. Bei Streetart überrascht mich das wenig, bei Museumskunst dagegen schon – zumal in Argentinien die meisten Museen  privat finanziert sind. Doch auch hier werden Werke gezeigt, die Bezug nehmen auf die Zeit der Militärdiktatur in Argentinien von 1976 bis 1983. Damals regierte eine Militärjunta das Land, verfolgte, inhaftierte und folterte gnadenlos Gewerkschafter, Intellektuelle, Studenten, Journalisten und Gegner des Regimes. Mehr als 30.000 Menschen „verschwanden“ für immer. Die Aufarbeitung der Verbrechen dauert bis heute an. Hinzu kommen neue Brennpunkte wie etwa die Inhaftierung von Milagro Sala (Bild oben), Gründerin und Leiterin der sozialen Bewegung Tupac Amaru, deren Freilassung in politischen Wandgemälden gefordert wird und übrigens ganz aktuell auch in einer „urgentaction“ von amnesty international.  Klare Statements im Museum MALBA Auch im  Museum MALBA, die Abkürzung steht für Museo de Arte Latinoamericana de Buenos Aires, sehen wir viele Werke mit klaren politischen Statements: Plakate, die für eine Revolution der Landbevölkerung werben; das Bild „Manifestación“ von Antonio Berni, auf dem eine Demonstration für Brot und Arbeit zu sehen ist, oder ein Selbstportrait der revolutionären mexikanischen Malerin Frida Kahlo, die

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Argentinien
Die Crew

Ein Ausflug nach Uruguay

Wir geben es zu: Über Uruguay, das kleinste spanischsprachige Land in Südamerika, wussten wir vor unserer Reise so gut wie gar nichts. Dann sahen wir, dass es von Buenos Aires aus mehrmals am Tag Schiffe nach Montevideo oder nach Colonia del Sacramento gibt. Letzteres ist eine hübsche kleine Stadt, die von allen gelobt wurde. Also machten auch wir uns auf den Weg. Und dieser Samstagsausflug hat sich wirklich gelohnt! Schnelle Überfahrt Morgens um 9.00 Uhr legte unsere buquebus-Fähre von Buenos Aires nach Colonia del Sacramento ab. Da wir bei der Fahrt die Landesgrenze von Argentinien nach Uruguay überschritten, mussten wir bereits um 7.30 Uhr am Hafen sein, um die Aus- und Einreiseformalitäten zu erledigen. Alles klappte gut und flott, obwohl es außer uns noch rund 600 andere Wochenendausflügler gab. Kein Wunder, entpuppte sich Colonia del Sacramento doch wirklich als ein echtes Kleinod – trotz der vielen Touristen. Mit dieser Fähre sind wir gefahren – und mit dieser Yacht wäre es noch ein wenig schöner gewesen… Wunderschöne Altstadt Colonia del Sacramento besticht durch eine autofreie Altstadt  – nach drei Wochen Buenos Aires

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Argentinien
Elke

¿¡Hablamos Español!?

Es fühlt sich an wie ein Schritt zurück in die Schulzeit: Morgens am Frühstückstisch noch schnell die Hausaufgaben machen, in ziemlicher Eile die Tasche packen und im Laufschritt aus dem Haus gehen. Sobald wir in den Räumen der kleinen Sprachenschule im 11. Stock. angekommen sind, ist es dann aber anders: Unsere Lehrerinnen begrüßen uns mit einem Küsschen auf die Wange und kochen uns einen Tee. Erst dann geht es ans Spanischlernen in der engagierten Sprachenschule ‚portenismia‚ in Buenos Aires, bei der wir gerade einen zweiwöchigen Intensivkurs machen. Beide nehmen wir Einzelunterricht, denn Wolfgang fängt eine neue Sprache an, während ich vor fast 30 Jahren schon einmal einen Spanischkurs an der Uni besucht habe. Natürlich ist davon kaum noch was da, aber an der einen oder anderen Stelle tauchen dann doch etliche Vokabeln und sogar ein bisschen Grammatik auf, an die ich mich erinnern kann. Alles andere lernen wir spielerisch mit kleinen Kärtchen: Persönliche Atmosphäre In jeder Stunde hat meine Lehrerin Ludmila einen neuen Briefumschlag dabei und holt gelbe, blaue oder rote Kärtchen mit bunten Bildern heraus. Jedes Kuvert steht für einen

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Argentinien
Elke

Tango und Trödel in San Telmo

JA, es ist touristisch. Und NEIN, wir machen keinen Tangokurs. Trotzdem streifen wir gerne durch San Telmo, den Stadtteil im Südosten von Buenos Aires, der durch alte Häuser mit Patina besticht und für seine Tango-Bars und einen Antiquitätenmarkt am Sonntag bekannt ist. Trödel und Kunsthandwerk Auch am heutigen Ostersonntag gab es rund um die Plaza Dorrego jede Menge Stände mit Antiquitäten, Trödel und Kunsthandwerk: Altes Silberbesteck, bunte Siphon-Flaschen, weiße Häkeldecken, abgegriffene Bücher, polierte Taschenuhren oder auch hippen Schmuck, süße Leckereien, kleine Notizbücher und nette Aquarelle. Alt und jung beim Tango Dazwischen immer wieder Straßenmusiker und Paare, die Tango tanzen. Übrigens nicht nur als Show für Touristen. Denn auch viele porteñas und porteños – wie sich die Bewohnerinnen und Bewohner von Buenos Aires selbst nennen – sind heute hier, bummeln durch das Viertel, schauen den Tangotänzern zu  und genießen die entspannte Atmosphäre in einer Stadt, die unter der Woche niemals zur Ruhe kommt.

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Argentinien
Wolfgang

Bach im Teatro Colón

Was wir am Palmsonntag im Teatro Colón machen, fragt uns der Taxifahrer – eine Führung? Als er erfährt, dass wir dort hinfahren, um Musik von Johann Sebastian Bach zu hören, ist er begeistert. Da er etwas Deutsch kann, entspinnt sich eine lebendige Unterhaltung. Ja, natürlich kenne er Bach, un Gran Compositor de Alemania. Und dann noch im Colón, dem Stolz der Stadt, das zu den berühmtesten Opernhäusern der Welt gehöre! Hier hätten sie schon alle auf der Bühne gestanden, die großen Stars der Opernwelt wie die Callas oder der Caruso; aber auch Dirigenten wie Toscanini, Bernstein und Barenboim. Das Teatro Colón – ein Prachtbau Er hat nicht zu viel versprochen. Das nach Christoph Columbus benannte Opernhaus von Buenos Aires, 1908 eröffnet, ist ein klassisch-schöner Musiktempel im Stil der Mailänder Scala, so prächtig und glanzvoll, dass wir aus dem Staunen kaum noch herauskommen. Und es ist groß, sehr groß sogar: Alles in allem bietet es dreieinhalbtausend Besuchern Platz, verteilt auf Parkett und sechs (!) Ränge. Trotz dieser Größe ist es auch berühmt wegen seiner wunderbaren Akustik. Dass

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Argentinien
Die Crew

¡Buenos dias! aus Buenos Aires

Gut angekommen sind wir in Buenos Aires und schicken Euch ein herzliches ¡Buenos dias! aus der argentinischen Hauptstadt. Trotz des heutigen Generalstreiks haben wir uns auf den Weg gemacht und das Zentrum, in dem auch unsere Wohnung liegt, und den ganz besonderen Stadtteil San Telmo erkundet. Hier ein paar Fotos, die alle unter dem Motto ¡buenos dias! stehen. Sehr viel mehr als diese netten Begrüßungsworte und ein paar spanische Grundbegriffe können wir im Moment übrigens noch nicht. Aber das soll sich ändern, denn wir besuchen ab Montag beide einen Sprachkurs. Und hier noch ein Bild vom heutigen Generalstreik:    

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Elke

Auf nach Buenos Aires

Am 4. April starten wir den zweiten Teil unserer Reise um die Welt und fliegen nach Buenos Aires. Vier Wochen bleiben wir in der argentinischen Hauptstadt, und ich kann auch dort wieder einen Wunsch erfüllen.  Eure Ideen sind gefragt Wen soll ich treffen? Was soll ich ausprobieren? Worüber soll ich berichten?  Macht bitte wieder mit und schickt eine E-Mail mit Eurem Wunsch oder Auftrag bis Montag, 3. April 2017, an magazinaktion@pressenetz.de Zeitung berichtet über Wunscherfüllung Die Wunschaktion mache ich für die Reise-Redaktion von Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung, die heute groß darüber berichtet haben: Print und online. Und auch über den Buenos-Aires-Wunsch und seine Erfüllung wird es einen Bericht geben.

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Vietnam
Wolfgang

„Der stille Amerikaner“ von Graham Greene

Wie aktuell kann ein Roman über Machtpolitik und Moral, Krieg und Kriegsberichterstattung, Rolle des Westens und dessen folgenschwere Politik in den Kolonialgebieten sein, der in den 50er Jahren in Vietnam geschrieben wurde? Noch dazu, wenn er zugleich eine Geschichte erzählt, bei der zwei Männer zu Rivalen um eine attraktive Vietnamesin werden? Ich verspreche es: Sehr aktuell! Das Buch, das der britische Autor Graham Greene in der ersten Hälfte der 50er Jahre bei seinen Aufenthalten in Vietnam geschrieben hat, hat schon bei seiner Veröffentlichung 1955 eine ungewöhnlich starke politische Wirkung entfaltet. Und es erwies sich geradezu als prophetisch, was die Rolle der USA in Vietnam betrifft. Heute gelesen, drängen sich Vergleiche zu Lybien, Irak und Syrien geradezu auf. Doch zurück zum Buch. Da ist zum einen der Ich-Erzähler Thomas Fowler, ein vietnamerfahrener, abgebrühter britischer Korrespondent, der über den unerbittlich geführten Krieg der französischen Kolonialmacht gegen die immer stärker werdenden kommunistischen Vietminh im Norden berichtet, sich aber aus allem raushalten möchte. Schließlich sei das nicht „sein Krieg“. Das ändert sich allmählich, als er Alden Pyle kennenlernt, einen

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