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Wo die Gäste gerne helfen: Spendenaufruf des „Hostal Rio Amazonas“

In bequemen Betten schlafen. Leckeres Frühstück essen. Gute Tipps von anderen Reisenden bekommen. Schnell in der Stadt und in den Szenevierteln sein. Lateinamerikanische Kunst bewundern. Das alles kann man prima im „Hostal Rio Amazonas“ mitten in Santiago de Chile. Und weil die Gäste so zufrieden sind, machen sie – und wir – und vielleicht ja auch Ihr – mit beim Spendenaufruf auf der Plattform Go Fund me.

Vor vier Monaten haben wir im Hostal Rio Amazonas übernachtet. Drei Nächte am Anfang und zwei Nächte am Ende unserer Patagonien-Reise, die wir zum Glück noch vor der Corona-Pandemie gemacht haben.

 

Politische Botschaft

Im Dezember kommen wir – nach 14 Stunden Flug von Stuttgart über Paris nach Santiago de Chile – ziemlich erschöpft mit dem Taxi vor unserem Hostal an. Wir sehen ein schönes altes Haus, ein buntes Werbeschild für einen Laden mit lateinamerikanischem Kunsthandwerk, ein selbstgemaltes Logo des Hostals in warmen gelb-orange-Tönen – und eine politische Botschaft: Ein Transparent mit dem Schriftzug „No+AFP“. Was das bedeutet, erklärt Wolfgang in seinem Artikel „Wenn es Abend wird in Santiago“.

 

Politische Botschaft am Eingang des „Hostal Rio Amazonas“: „No+AFP“

 

Laden neben dem Hostal Rio Amazonas
Im kleinen Laden neben dem Hostal gibt es faire Souvenirs aus Lateinamerika.

 

Farbenfrohe Zimmer

Das Hostal hat 31 Zimmer, die sich auf drei Stockwerke des denkmalgeschützten Altbaus verteilen. Alle sind einfach aber farbenfroh und liebevoll eingerichtet: mit altem Holzboden, bunten Bettdecken, bestickten Kissen und modernen Gemälden von chilenischen Künstler*innen:

 

Die Zimmer sind individuell und liebevoll eingerichtet.

 

Gute Tipps

Auch in den Fluren, im Frühstücksraum und in der kleinen Bar des Hostal gibt es Kunst aus ganz Lateinamerika, Fotos von Salvador Allende, Landkarten von Chile – und volle Pinnwände mit Tipps für Reisende.

 

Der Frühstücksraum drinnen.

 

Der Innenhof fürs Frühstück am Morgen oder den Drink am Abend.

 

Die gemütliche Bar mit Zeitschriften und Wein.

 

Die Pinnwände mit Adressen von Touranbietern, Sprachschulen und Restaurants.

 

Treffpunkt für Traveller

Natürlich ist das „Hostal Rio Amazonas“ ein beliebter Treffpunkt für Traveller und Individualreisende. Erfreulich viele sind schon über 40 und trotzdem mit dem Rucksack unterwegs.

Die meisten sogar für mehrere Monate. Ist das jetzt Zufall oder nehmen wir das nach unserer eigenen Weltreise nur ganz besonders wahr? Auf jeden Fall kommen wir bei dieser Reise mit sehr vielen Leuten ins Gespräch, die gerade ein Sabbatical machen, als Familie mit zwei kleinen Kindern seit einem halben Jahr durch Nord- und Südamerika reisen oder seit sechs Jahren (wirklich wahr) im selbst ausgebauten Wohnmobil um die Welt fahren.

 

3.000 Euro fehlen noch

Viele zufriedene Gäste haben schon über die PlattformGo Fund me für das „Hostal Rio Amazonas“gespendet. Doch 3.000 Euro fehlen immer noch.

Mindestens 20.000 Euro braucht Caroline Devoyer vom Hostal an Spendengeldern, denn „In Chile muss jeder auf sich selbst aufpassen (…) es ist völlig unrealistisch, daran zu denken, staatliche Hilfe zu erhalten.“ Nur so kann sie die Rechnungen für Wasser, Strom und Gas zahlen und die Mitarbeiter*innen halten – und nach der Krise hoffentlich wieder Gäste aus aller Welt begrüßen.

 

Direkter Weg

Elke Zapf und Wolfgang Eckart | Weltreisende von April 2016 bis Oktober 2017 - und immer noch gerne aufmerksam unterwegs in nah und fern

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