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Reisenotizen

Perito-Moreno-Gletscher in Argentinien

Eiskalte Schönheit

Was für eine eiskalte Schönheit: der Perito-Moreno-Gletscher im argentinischen Teil von Patagonien! Wir besuchen ihn – wie sehr sehr viele andere Reisende auch – vom knapp 80 Kilometer entfernten El Calafate aus. Der Ort selbst hat nicht besonders viel zu bieten, der Gletscher aber ist eine der größten Attraktionen Argentiniens und der meistbesuchte Ort im Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe „Los Glaciares“. 70 Meter hohe Gletscherzunge Vor den gewaltigen Ausmaßen des Gletschers – er hat eine Gesamtfläche von 254 Quadratkilometern und eine Länge von 30 Kilometern, die Gletscherzunge ist fast fünf Kilometer breit und bis zu 70 Meter über dem Wasserspiegel hoch (mehr Infos in wikipedia) – wirken die Besuchermassen zum Glück kleiner als sie sind. Wir hören zwar viele „Ahs“ und „Ohs“, viele klickende Kameras und Handys – können uns selbst aber auch nicht sattsehen an den Eismassen. Mal scheint die Sonne drauf, mal verdunkeln sich die Wolken, mal sind die Eismassen weiß und grau, mal leuchten sie hellblau und türkis. Was für ein Farbenspiel! Und was für ein ohrenbetäubender Lärm, wenn der Gletscher kalbt, ein …

Seekarte Tierra del Fuego

Sehnsuchtsorte am Ende der Welt

„Warum – und das ist nicht nur meine spezielle Sicht – ergreift dieses abweisende, öde Land so von mir Besitz? (…) Ich kann meine Empfindungen nur schwer erklären. Aber es mag daran liegen, dass hier der Einbildung volle Freiheit gegeben ist.“ (Charles Darwin) Was Charles Darwin rückblickend auf seine Reise durch den äußersten Süden Patagoniens – und damit der Südspitze des amerikanischen Kontinents – beschrieb, wirkt noch heute so auf uns. Was wir sehen: eine wild zerklüftete Landschaft aus labyrinthisch verschlungenen Meeresarmen, kargen, unfruchtbaren Inseln und vergletscherten Bergen. Ihr hatte Magellan schon 1520 den Namen „Feuerland“ gegeben. Wer damit – wie ich in jungen Jahren – feuerspeiende Vulkane verbindet, irrt. Vielmehr hatten er und seine Begleiter beobachtet, dass die seit Jahrtausenden dort lebenden Yamana, ein Volk von Seenomaden, auf ihren Kanus stets Feuer mit sich führten. Das Bild prägte sich so ein, dass daraus die an und für sich raue und kalte Region ihren Namen erhielt: Tierro del Fuego, Land des Feuers. Unsere Kreuzfahrt mit der Ventus Australis folgt ihren Spuren ebenso wie denen von …

Blick auf den Vulkan Osorno in Chile

Von Weinbergen und Vulkanen

Es gibt eine schöne Legende über die Entstehung von Chile – und die geht so: „Als Gott die Welt erschaffen hatte, waren noch ein paar Landschaften übrig: kleine und riesige Gebirge, Hochebenen und Täler, Vulkane, Seen und Teiche, Bäche und Flüsse, Weiden, Ackerland, Wälder, Fjorde und Inseln, Bäche und reißende Flüsse, Gletscher und Eisfelder. Und Gott nahm alles, was übrig war und machte daraus ein langes und schmales Land.“ Chile. Es ist mehr als 4.500 Kilometer lang geworden und im Durchschnitt nur 180 Kilometer breit. Und überall gibt es Natur pur. Genau die wollen wir sehen, und so ist unsere erste große Reise nach der Weltreise eine sechswöchige Tour durch Chile. Im Norden, genauer gesagt in der bizarren Wüstenlandschaft rund um San Pedro de Atacama, waren wir vor zweieinhalbJahren schon. Deshalb reisen wir jetzt in den Süden. Von Santiago de Chile bis nach Patagonien und – über einen Abstecher in das argentinische Wanderparadies El Chalten – wieder zurück.

Straßenszene Proteste in Santiago de Chile

Wenn es Abend wird in Santiago

Spätnachmittag in der chilenischen Metropole: Während die fesch gekleideten Angestellten aus den Banken und Großunternehmen in die Bar gehen, um nach der Arbeit einen Pisco Sour oder ein Bier zu trinken, andere im obligatorischen Verkehrsstau auf dem Nachhauseweg stehen, rüsten sich junge Leute zum Kampf. Von überall her ziehen sie Richtung Plaza Italia, viele mit Atemmasken, das Gesicht vermummt. Sie rüsten sich für den Straßenkampf, der gleich nach Einbruch der Dunkelheit einsetzen wird. Gleichzeitig fahren immer mehr gepanzerte Polizeifahrzeuge auf und beziehen an strategischen Punkten Position. Ein düsteres Bild.

Elke Zapf und Wolfgang Eckart vor dem Vulkan Llaima in Chile

Eine kleine Aufmerksamkeit

Hallo Ihr Lieben! Seit fast vier Jahren gibt es diesen Reiseblog, und fast alle von Euch sind von Anfang an dabei. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön! Denn 19 Monate lang habt Ihr während unserer Weltreise jede Woche einen Artikel, manchmal sogar zwei, gelesen, kommentiert und geteilt. Das freut uns immer noch sehr. Doch seit ziemliche genau zwei Jahren sind wir wieder zurück in Deutschland, haben einiges an unserem Leben geändert  – und so gut wie keinen Artikel mehr veröffentlicht.

Auf abgelegenen Pfaden der „Via Liguria“

Wir sind zu Fuß unterwegs nach San Pellegrino. Es ist schwülwarm, der Weg oft verwachsen und das Gras steht mannshoch. Gerade erst haben wir uns verlaufen, wir haben offenkundig einen Abzweig verpasst und müssen steil runter. Da ist er wieder, der „Sentiero Partigiano“, der mit einem roten Stern gekennzeichnet ist. Der Partisanenweg führt schier endlos am steilen Hang weit oberhalb eines abgelegenen Tals mit einer tiefen Schlucht und ist Teil der „Via Liguria“, auf der ich drei Tage mit einer Wandergruppe unterwegs bin.

Mit der Queen Mary 2 über den Atlantik

„Good afternoon ladies and gentlemen – this is your captain.“ Mit diesen Worten beginnt Christopher Wells jeden Mittag pünktlich um 12 Uhr seine offizielle Durchsage. Wir befinden uns an Bord der Queen Mary 2 auf der letzten Etappe unserer Reise um die Welt. Nun geht es „nur noch“ von New York nach Hamburg, einmal quer über den Atlantik. Neun Tage dauert diese Reise mit dem Schiff statt neun Stunden mit dem Flugzeug. Ganz bewusst haben wir uns für diese langsame Art des Reisens entschieden, denn wir wollen uns behutsam der alten Heimat und der Rückkehr in ein normales Leben nähern. Entdeckt haben wir die Schiffspassage – wie so viele Dinge auf dieser Reise – durch einen Zufall. Als wir im April dieses Jahres zum zweiten Teil unserer Weltreise aufbrechen, sehe ich im Flugzeug von Madrid nach Buenos Aires eine Anzeige. Im Bordmagazin wirbt die Reederei Cunard Lines für ihre unterschiedlichen Transatlantik-Passagen – und bietet im Oktober besonders günstige Kabinen an. Wer mich kennt, weiß, dass ich Schnäppchen liebe – und so nehme ich die Anzeige …

Grüne Promenade mitten in Manhattan

New York ist nicht nur die aufregendste Stadt der Welt, sondern an einigen Stellen auch richtig grün und erholsam. Für Leserin Susanne Böck aus Nürnberg schauten wir uns bei der monatlichen Wunschaktion  den High Line Park an. „Wie ist es, durch diese grüne Ader zu laufen, während in der Mega-City das Leben tobt?“, wollte sie wissen. Den Artikel findet Ihr auf der online-Reise-Seite der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung und in der Printausgabe von diesem Wochenende. Bilder gibt es auch schon hier: Danke fürs Mitmachen! Durch die Wunschaktion habe ich viele interessante Menschen kennengelernt, neue Dinge ausprobiert und spannende Einblicke bekommen. Danke an alle, die mitgemacht haben. Und danke an Gudrun Bayer und Matthias Niese von der Reiseredaktion.