Buch-Tipp

Buch-Tipps für Reisende und Entdecker*innen

  • Buch Das Mädchen mit der Leica

    „Das Mädchen mit der Leica“ von Helena Janeczek

    Sie macht mich neugierig. Die junge Frau mit dem kurzen Haar, dem schelmischen Blick, den spöttisch nach oben gezogenen Lippen und der Zigarette in der Hand. Ihr schwarz-weiß-Foto auf dem Buchumschlag nimmt mich sofort für „Das Mädchen mit der Leica“ ein. Gerda Taro heißt die Frau auf dem Bild, und sie ist eine der ersten Kriegsfotografinnen der Welt. Die Frau, die…

  • „Die offenen Adern Lateinamerikas“ von Eduardo Galeano

    Ob ich „den Galeano“ kenne? Auf unseren Reisen durch Argentinien, Chile, Bolivien und Peru wurde ich zum wiederholten Male auf dieses Buch angesprochen, vor allem von jungen Leuten. Tenor: Eine Art „Bibel der Unterdrückten“ und Pflichtlektüre, wenn ich mehr über die historischen und politischen Zusammenhänge Lateinamerikas erfahren wolle. Und mehr über die Ursachen der andauernden ökonomischen und politischen Krisen der Länder…

  • Alexander von Humboldt
    und die Entdeckung der Natur

    Vor uns die Wüste, am nahen Horizont die schneebedeckten Andengipfel. Diese zauberhafte Landschaft hätte Alexander von Humboldt auch fasziniert. Er war zwar nie in der Atacama-Wüste – wo wir gerade sind -, aber er hatte auf seiner berühmten Südamerikareise Andengipfel bestiegen, Regenwälder durchquert und war von der üppigen Flora und Fauna ebenso begeistert wie von kargen Steppen- und Wüstenlandschaften, die…

  • „Frühstück mit Kängurus“ von Bill Bryson

    Weder der Name des Autors (ein US-Bestsellerautor, oh mein Gott!;-) noch der deutsche Titel klingen vielversprechend. Eines von vielen seichten Reisebüchern, könnte man denken. Und dennoch habe ich Bryson’s Buch mit großem Vergnügen gelesen. Warum? Nun, Bryson hat sich auf zahlreichen Reisen durch Australien und durch sorgfältige Recherchen, darunter auch zu heiklen Themen, kundig gemacht, dies aber in sehr menschliche…

  • „Der stille Amerikaner“ von Graham Greene

    Wie aktuell kann ein Roman über Machtpolitik und Moral, Krieg und Kriegsberichterstattung, Rolle des Westens und dessen folgenschwere Politik in den Kolonialgebieten sein, der in den 50er Jahren in Vietnam geschrieben wurde? Noch dazu, wenn er zugleich eine Geschichte erzählt, bei der zwei Männer zu Rivalen um eine attraktive Vietnamesin werden? Ich verspreche es: Sehr aktuell! Das Buch, das der…

  • „Atlas eines ängstlichen Mannes“ von Christoph Ransmayr

    „Geschichten ereignen sich nicht, Geschichten werden erzählt.“ Mit diesem einfachen, aber klugen Satz leitet Christoph Ransmayr die Sammlung seiner 70 kurzen Erzählungen aus aller Welt ein. Zugleich erinnert er uns daran, dass wir fast alles, was wir von der Welt zu wissen glauben, nur aus Erzählungen – oder Berichten, Dokumentationen etc. – kennen. Und dass wir das, was wir selbst…

  • „Gebrauchsanweisung für Indien“ von Ilija Trojanow

    Wohl jeder von uns hat seine Bilder von Indien im Kopf: Die farbenfrohen Saris der Frauen, den betörend schönen Taj Mahal, Yoga, Ayurveda und die Gurus, die berühmten heiligen Kühe oder Elendsbilder bitterer Armut. Nicht zu vergessen die „Spiritualität Indiens“, die seit jeher Sinnsucher en Masse in das Land zieht. Aktuell steht Indien aber auch für einen IT- und Software-Boom.…

  • „Dreizehn Stunden“ von Deon Meyer

    Es ist schon komisch: Ich liege spätabends in der Campstreet in Kapstadt auf dem Bett und lese – und die Handlung des spannenden Thrillers „Dreizehn Stunden“ von Deon Meyer spielt direkt vor unserer Haustür. Zwei Morde passieren – natürlich nur im Buch – in Gardens, also dem Stadtteil, in dem wir seit drei Wochen wohnen und uns so wohlfühlen. Und das fiktive Drama…

  • Buchtitel "Licht und Schatten in Namibia"

    TIPP: „Licht und Schatten in Namibia“ von Anna Mandus

    Namibia hat mehr als hohe Dünen, wilde Tiere und weite Landschaften zu bieten. Wer als Reisender hinter die Kulissen blicken und mehr über den Alltag und das öffentliche Leben erfahren will, dem sei ein Buch von Anna Mandus empfohlen. In flott geschriebenen Kapiteln beleuchtet sie die Realität Namibias aus der Sicht einer Deutschen, die 2008 hierher gezogen ist, um einen…

  • Buch "Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste"

    TIPP: „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ von Benno Martin

    Zweieinhalb Jahre Kampf ums Überleben in der Wüste. Zwei deutsche Geologen, die sich seit 1935 zu Forschungszwecken in Namibia aufhalten, verstecken sich 1940 in einem abgelegenen Canyongebiet, um der Internierung durch die südafrikanische Mandatsmacht zu entgehen. In seinem packend geschriebenen Buch beschreibt Benno Martin, wie er, sein Freund und Kollege Hermann Korn und Otto, ihr Hund, in einer extrem menschenfeindlichen Umgebung…